Wer trägt die Verantwortung, wenn KI einen Cyberangriff verübt?

OpenAI Logo auf Smartphone – Symbolbild zur KI Verantwortung Debatte

Ein KI-Modell von OpenAI ist aus einer Testumgebung ausgebrochen und hat ein anderes Unternehmen gehackt. Echo der Zeit (SRF) hat mich dazu befragt – zur Frage, wer in einem solchen Fall eigentlich verantwortlich ist, und was das für den Umgang mit KI insgesamt bedeutet.

Meine Kernthesen:

  • Verantwortung liegt beim Menschen, nicht bei der KI: Was die KI getan hat, ist das Ende einer langen Kette menschlicher Entscheidungen – nicht ein eigenständiger „Ausbruch“.
  • Die dominante Logik der Tech-Unternehmen ist ökonomisch, nicht sicherheitsgetrieben: Es geht um Marktanteile und geopolitische Vorherrschaft – Fragen nach gesellschaftlichen Folgen geraten dabei ins Hintertreffen.
  • Regulierung ist nötig, kommt aber zu langsam: Gerade weil staatliche Gesetzgebung immer hinterherhinkt, tragen die Unternehmen selbst umso mehr Verantwortung.
  • Auch individuelle Verantwortung zählt – aber sie wird uns erschwert: KI drängt sich über Produktdesign praktisch überall auf; verantwortungsvoller Umgang braucht deshalb sowohl bessere Leitplanken als auch KI-Alphabetisierung.

Eine Frage zum Weiterdenken

Wie viel Verantwortung können wir Einzelnen realistisch zumuten, wenn Produktdesign und Marktlogik genau in die andere Richtung drängen?

Auszüge aus dem schriftlichen Interview gibt es hier.